Samstag, 06.02.2010
„Ich habe die Freiheit gewählt“
Von: Moritz Schwarz

Musikerin Dee Ex: „anderen Nationen wieder ein gutes Beispiel sein“ Foto: privat
Dee Ex, bist Du eine Internet-Rebellin?
Dee Ex: Im Sinne meiner Ankläger schon. Als Nonkonformistin kann ich dank des Netzes noch verwirklichen, was mir ohne nicht möglich wäre.
Nämlich?
Dee Ex: Solange „Zensursula“ nicht hinterherkommt, kann ich mich virtuell mit anderen Freidenkern austauschen, mir eine eigene freie Meinung über die tatsächlichen Zustände in der Welt bilden und mit meinen Mitteln, etwa meiner Musik, an einer besseren Zukunft arbeiten.
Deine Musik ist auf den wichtigen Online-Portalen MySpace und YouTube bisher über eine Million Mal angehört worden – trotzdem meidest Du öffentliche Auftritte.
Dee Ex: Ich bin eben keine karrieregeile Musikmieze. Für mich ist Musik kein Schauspiel, sie ist Medizin und Wissen. Die Halbwahrheiten aus Lehrbüchern, Radio, Fernsehen und der üblichen Presse reichen nicht, um mitreden zu können. Die bringen doch nur, was man wissen darf bzw. soll. Das schränkt ein und verblödet einen auf Dauer.
„Im Internet Netzwerke knüpfen, so daß aus Wind Sturm wird“
Was steckt hinter Deinem Projekt?
Dee Ex: Ich bin dabei, eine außerparlamentarische, friedliche Demokratie zu erwecken, die unsere Volksvertreter an ihre Pflichten und unsere Rechte erinnern wird.
Schön, so ein gesundes Selbstbewußtsein ...
Dee Ex: Immerhin geht es darum, unser Land vor einem Bürgerkrieg zu bewahren!
Inwiefern?
Dee Ex: Wenn ich etwas von dem Autor Udo Ulfkotte lese, dann spüre ich, daß der Mann weiß, wovon er spricht, denn was er schreibt, stimmt mit meinem eigenen Erleben überein. Und wenn man dann im Internet alte Zitate von Politikern über die Zuwanderung liest, etwa von Otto Schily: „Die Grenze der Belastbarkeit ist überschritten“, Roland Koch: „Wir sind an die Grenze der Aufnahmefähigkeit gekommen“, Helmut Kohl: „Die Situation hat sich dramatisch zugespitzt.“, Helmut Schmidt: „Wenn’s so weitergeht, gibt’s Mord und Totschlag“, dann wird einem klar, die wissen seit den Neunzigern Bescheid, aber tun nichts!
Gut, aber jetzt ganz konkret: Dein Projekt?
Dee Ex: Musik ist eine seltsame Sache: Sie ist sehr persönlich, gleichzeitig als Medium aber sehr politisch. In dieser Doppelgesichtigkeit liegt ihre subversive Macht. Ich sehe mich als Gesellschaftskritik übende Künstlerin. Ich teile musikalisch mit, was ich empfinde, kommentiere, was war oder ist, und baue damit eine Brücke zu anderen Menschen, die ähnlich fühlen und an den gleichen Mißständen fast verzweifeln.
Musik ist also meine Grundlage, mit ihr und dem Internet gelingt es mir, ein Netzwerk zu knüpfen, so daß aus einer Stimme Tausende werden, aus einem Windhauch ein Sturm. Inzwischen greifen Hunderte meiner Anhänger sofort zu, wenn ich ein neues Lied über YouTube und MySpace veröffentliche, sie verbreiten es in Windeseile, so daß es innerhalb weniger Tage Tausende hören. Die Leute nehmen Kontakt zu mir auf oder tauschen sich untereinander aus, sie diskutieren, schließen Freundschaften, tauschen Informationen, Hinweise, Argumente. So läßt Musik ein riesiges, lebendiges, politisch-soziales Netzwerk für Deutschlandfreunde und Patrioten entstehen. >>