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Interview

Mittwoch, 02.07.2008

„Deutschland driftet nach links"

Von Moritz Schwarz


„Die Linke: Eine Gefahr für die deutsche Staatlichkeit an sich“

Hat Sie das verletzt?


Bismarck:
Verletzt ist zuviel gesagt. Aber ich habe es als einen unfreundlichen Akt empfunden. Um mich geht es dabei aber nicht, sondern um die Heuchelei: die von einem anderen geschaffenen staatspolitischen Grundlagen für sich zu nutzen, aber nichts mehr von diesem wissen zu wollen. Und vor allem war es politisch dumm, denn offenbar war Fischer nicht in der Lage, Bismarcks politische Qualitäten zu erkennen, sondern nahm nur das ideologische Zerrbild wahr, das Linken so oft die freie Sicht auf dessen Person versperrt. Nun, ich vermute, auch in hundert Jahren wird die Welt den Außenpolitiker Otto von Bismarck noch kennen und vielfach bewundern, während der Name Joschka Fischer nur noch spezialisierten Historikern bekannt sein wird.

Zurück zur Frage: Was aber würde Otto von Bismarck über die Zustände heute denken?

Bismarck: Ich würde vermuten, daß dem Staatspolitiker Bismarck nicht nur die eklatante Linksdrift, der Deutschland ausgesetzt ist, die größten Sorgen machen würde ...

Sie meinen: dem Konservativen Bismarck!

Bismarck: Dem sicher auch, aber ich habe bewußt „dem Staatspolitiker“ gesagt, denn die wachsende Macht der Linken ist nicht nur eine Gefahr für das Bürgertum, sondern für die Funktionstüchtigkeit der deutschen Staatlichkeit an sich. Denn wenn deren Klientelpolitik der Umverteilung von produktiv zu unproduktiv, deren Mentalität von Anspruchs- statt Leistungsdenken und deren Vorstellungen von einem umfassenden Leistungsstaat sich weiter durchsetzen, dann steht uns nicht nur früher oder später der Staatsinfarkt durch Finanzbankrott bevor, sondern auch das Ende einer der zentralen Errungenschaften, der modernen Staatlichkeit: nämlich, eingezwängt zwischen eine alles Private lähmende, immer weiter steigende Besteuerung einerseits und den sozialistischen Zugriff des „fürsorglichen“ Staates auf immer mehr Bereiche unseres Lebens andererseits, das Ende der bürgerlichen Freiheit.

"Offenbar hält die Politik den Staat inzwischen für die besseren Eltern"

Wie etwa in puncto Familienpolitik?


Bismarck:
Zum Beispiel, denn offenbar hält die Politik den Staat inzwischen für die besseren Eltern.

Allerdings kommt diese Politik mittlerweile auch von der CDU.

Bismarck: Ja, und das ist natürlich fatal. Und leider nicht das einzige Beispiel. Denken Sie etwa an das Antidiskriminierungsgesetz AGG oder das Gender Mainstreaming oder die Homo-Ehe. Alles Inhalte, die mittlerweile auch von der CDU vorangetrieben, zumindest aber akzeptiert werden. Dabei müßten all diese Dinge schleunigst wieder abgeschafft werden! Aber mit Frau Merkel ist das wohl nicht zu erwarten.

Dennoch sind Sie CDU-Mitglied.

Bismarck: Ich gehöre der CDU seit über dreißig Jahren an und glaube, es gehört zu meinem Selbstverständnis, nicht einfach von der Fahne zu gehen, wenn die Lage schwierig wird. So mancher Junker ist in der preußischen Geschichte schon an der Politik des Königs verzweifelt, aber er hat sich dennoch stets in der Verantwortung gegenüber seinem Vaterland gefühlt.

Die Sie wie wahrnehmen? Sie sind nie in der Politik aktiv gewesen.

Bismarck: So ganz stimmt das nicht. Von 1961 bis 1967 war ich als europäischer Beamter Verwaltungs- und Hauptverwaltungsrat bei der EWG-Kommission in Brüssel, wo ich in der Abteilung Auswärtige Beziehungen gearbeitet habe und unter anderem an den Verhandlungen zur Erweiterung der Gemeinschaft beteiligt war.

Seit den siebziger Jahren bin ich CDU-Mitglied und war auch mehrere Jahre Ortsvorsitzender hier in Aumühle. Gut, aber im Grunde haben Sie schon recht. In der Ahnengalerie derer von Bismarck finden sich zahlreiche Politiker: außer dem Reichskanzler ein Kammerherr und Geheimer Regierungsrat, ein preußischer Justizminister, ein preußischer Kriegs- und Finanzminister, zwei Staatssekretäre sowie Reichstags- und Bundestagsabgeordnete. Da mag meine politische Abstinenz auffallen.



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Olaf Ramcke aus Fellin

Freitag, 12-06-09 19:58

Preußen hat von vornherein nur Protestanten aufgenommen, welche in ihrer Heimat verfolgt wurden und sich auf diesem Wege gerade nicht in eine Gesellschaft integrieren mußten, welche ihnen mißfiel.

Ironischerweise ist dies ein Musterbeispiel der Volkesbildung: Menschen gleicher Gesinnung schließen sich zusammen. Selbst Hitler schien der Zustand der Einigkeit des deutschen Volkes so unbefriedigend zu sein, daß sie nur künstlich, nämlich durch die allgemeine Wehrpflicht, zu erreichen sei. Und dies ist auch heute die unausgesprochene Maxime sowohl der Linken als auch der Rechten, daß ein Deutscher erst durch die rechte Erziehung zu einem solchen werden könne, ein wohlgefertigtes Kunstprodukt.

Nur ob der Deutsche sich am Ende darum liebt?

 

Hans Holt aus Berlin

Donnerstag, 04-06-09 15:54

Lieber Moritz Schwarz,

der Titel Ihres Beitrages erscheint mir bereits falsch zu sein. Sie sagen: „Deutschland driftet nach links“. Wäre es nicht zutreffender zu sagen, Deutschland ist bei Links angekommen?

Die Feststellungen, welche Ferdinand Fürst von Bismarck getroffen hat, sind leider zutreffend. Ihr Verdienst ist es, dies in der einzigsten deutschen und konservativen Zeitung zu Papier gebracht zu haben. Reicht es Ihnen aus?

Wir müssen uns sehenden Auges auf heftige Auseinandersetzungen einrichten, welche in einen Bürgerkrieg enden könnten und wahrscheinlich auch werden. Aber wer ficht diese Auseinandersetzung für Deutschland aus? Doch sicherlich nicht die deutschen Konservativen, die nicht von ihren Sofas hochkommen werden. Es werden Patrioten sein, welche von der herrschenden Kaste bereits als das neue „Präkariat“ denunziert wurden. Nicht Bildungsbürger, sondern verharzte, politisch ungebildete und frustrierte Bürger, die, welche jetzt Niemand haben will, auch das eigene Vaterland nicht.

Es wird ein Krieg mit zwei Fronten sein. Einmal gegen die eigenen Verräter im Lande und zum zweiten gegen ethnische Eroberer. Wer die Ereignisse im Kosovo nicht sehen konnte oder wollte, wird später Schreckliches sehen müssen, in der letzten Schlacht um Kreuzberg. Mein innigster Wusch ist, ich hätte mit meiner düsteren Sicht Unrecht!

Ihr
Hans Holt

 

Peter Böttcher aus Wildeshausen

Mittwoch, 03-06-09 07:08

Ich habe Respekt vor der Person Ferdinand von Bismarck und seiner Ansicht über die Lage und Zukunft unseres Landes.
Mein Problem liegt darin, dass ich keine ernsthafte politische Persönlichkeit in Deutschland sehe!
Allein die Parolen der Parteien zur Europawahl sind dumm und wertlos.
Die einzige Partei, die wirklich täglichen und guten Wahlkampf macht ist die CSU.
Doch leider wohne ich nicht in Bayern und kann sie nicht wählen.
Und nach Bayern kann ich nicht ziehen, da die bayerische Politik etwas gegen die Rasse meines englischen Hundes hat.
Schade!!

 

Christoph Hölker aus D-45663 Recklinghausen bzw. D-46499 Hamminkeln

Dienstag, 02-06-09 17:04

Ich war von August 1986 bis Anfang der 1990er Jahre (in der Hoffnung und Erwartung auf eine möglichst BALDIGE deutsche Wiedervereinigung) ein Mitglied im BISMARCK-BUND e.V. (Friedrichsruh bei Aumühle im Sachsenwald) und bin ein Träger der BISMARCK-MEDAILLE in Bronze. Viele herzliche von Christoph Hölker aud D-45663 Recklinghausen bzw. aus D-46499 Hamminkeln.

 

Mario Süße aus Obercunnersdorf

Samstag, 30-05-09 19:54

Auf ihr Schreiben kann ich nur mit einer Reaktion aufwarten. Sie scheinen von der DDR keine Ahnung zu haben und ich behaupte wer in der DDR nicht groß geworden ist kann auch nur negatives berichten. Ich sehe es an meinen eigenen Kindern.Es geht bei der antautoritären Erziehung los weiter bei dem unsinnigen Schulsystem und endet bei der zulassung der Heuschrecken aus Amerika.
Kohl müsste man einsperren für die Globaliesierung und EU . Versuchen Sie diesaen Haufen abzuwählen.
Ich unterstütze auch als Unternehmer die Linke da ich aus Protest die anderen Parteien nicht wählen werde weil keine in der Lage ist den karren aus dem Dreck zu ziehen.
Ich wäre sofort für ein neues System weil der Kapitalismus genau so versagt hat wie der Sozialismus

 

Reinhard Meyer aus Berlin

Freitag, 29-05-09 22:37

Ich habe heute den Brief von Ferdinand von Bismarck erhalten. Ich bin begeistert, daß endlich etwas gegen den allgegenwärtigen Linkstrend unternommen wird. Die JF habe ich gleich bestellt! Weiter so!

 
 

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