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Samstag, 24.01.2009

Eva Herman gewinnt Prozesse gegen Springer-Verlag

 

Erfolgreich gegen den Springer-Verlag gewehrt: Ex-Fernsehmoderatorin Eva Herman Foto: Flickr/Michael Panse

KÖLN. Die Fernsehmoderatorin und Publizistin Eva Herman hat in mehreren Prozessen gegen Veröffentlichungen des Axel-Springer-Verlags Recht erhalten. Wie das Landgericht Köln auf Anfrage der christlichen Nachrichtenagentur Idea mitteilte, werteten die Richter unter anderem eine Formulierung im Hamburger Abendblatt als unzulässige Falschaussage und sprachen Herman einen Schadenersatz in Höhe von 10.000 Euro zu.

In dem Bericht vom 7. September 2007 über eine Pressekonferenz zur Vorstellung eines neuen Buches von Herman schrieb das Blatt in Bezug auf Äußerungen zur Politik des Nationalsozialismus: „Da sei vieles sehr schlecht gewesen, zum Beispiel Adolf Hitler, aber einiges eben auch sehr gut. Zum Beispiel die Wertschätzung der Mutter.“

Keine lobenden Äußerungen über den Nationalsozialismus

Nach Ansicht der Richter entsprach diese Formulierung nicht den tatsächlichen Äußerungen Hermans. Die Klägerin habe sich stattdessen im Rahmen der Pressekonferenz mehrfach ausdrücklich vom Nationalsozialismus distanziert. Die Formulierung des Hamburger Abendblatts hatte für einen öffentlichen Skandal gesorgt und dazu geführt, dass Herman vom Norddeutschen Rundfunk (NDR) gekündigt wurde.

Zudem dürfen laut den Richtern die Boulevardzeitung Bild sowie die entsprechenden Internetpublikationen Herman nicht mehr als „dumme Kuh“ bezeichnen. Diese Formulierung hatte Bild-Kolumnist Franz Josef Wagner nach dem Rausschmiss der TV-Moderatorin aus einer Fernsehsendung in seiner Kolumne „Post von Wagner“ verwendet. Die Richter sahen dies als Beleidigung an und sprachen Herman einen Schadenersatz ebenfalls in Höhe von 10.000 Euro zu. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig.

Mögliche Kampagne gegen Hermans Ehemann

Der Axel-Springer-Verlag wollte gegenüber idea keine Stellungnahme dazu abgeben. Vier Tage nach der Urteilsverkündung war in der Bild am Sonntag ein kritischer Artikel über den Ehemann von Herman – Michael Bischoff – zu lesen. Darin geht es um ein bereits seit längerer Zeit laufendes Insolvenzverfahren, in dessen Rahmen noch nicht alle Schulden beglichen worden seien.

Laut Bild drohe Bischoff Beugehaft, wenn er seine Schulden nicht bezahlt. Herman soll inzwischen juristische Schritte gegen die Berichterstattung eingeleitet haben. Der Axel-Springer-Verlag bestritt gegenüber idea einen möglichen Zusammenhang zwischen der Urteilsverkündung und dem Artikel. (idea/JF)



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Michael Schärfke aus Berlin (Preußen)

Montag, 26-01-09 23:23

Nun, Herr Nowitzky, finden Sie nicht, dass es dann für uns alle allerhöchste Zeit wäre, dieses Unrechtssystem zu ächten? Je mehr Leute das endlich - auch öffentlich tun - desto mehr Druck wird auf die Herrschenden ausgeübt. Denken Sie an die Montagsdemos in der Ex-DDR - ich vermisse die hier schmerzlich...

 

Kevin-Silvio Nowitzky aus Köln

Sonntag, 25-01-09 12:24

Das ist doch nur ein Pyrrhus-Sieg für Eva Herman! Ihren Job hat sie trotzdem verloren.

Die Machtverhältnisse in der BRD sind nun einmal so, daß der politisch Nicht-Korrekte nicht die geringste Chance hat - er mag ab und zu zwar eine kleine Schlacht gewinnen - aber ein Geächteter ist er dennoch.

 

Petra Baum aus Wiesbaden

Sonntag, 25-01-09 09:46

Eine gute Sache, diese Entscheidung.

 

Andreas M. aus dem Ruhrgebiet

Sonntag, 25-01-09 05:50

@JürgenP.

Das ist aber mal eine gewagte These... da wird wohl jeder 68er verdammt vehement widersprechen ;-) Springer ist einfach nur der hinterletzte Mist! Egal welches Blatt. Im besten Fall ist das einzige, was die verfolgen die prächtig gefüllte Brieftasche der eigenen Leute... im besten Fall !!!

 

Michael Deutschmann aus Moskau

Samstag, 24-01-09 17:42

Presse, Fernsehen und Rundfunk sorgen sich täglich um unsere politisch-korrekte BILDung und dann diese undankbaren subversiven Regimekritiker!

 

Jürgen Promoski aus Kaiserslautern

Samstag, 24-01-09 17:12

Springer ist ein linker Verlag, der sich ab und zu das "konservative" Mäntelchen umhängt. Sein "Geist" ist linksliberal.

 

Thorsten Wollschläger aus Hamm

Samstag, 24-01-09 14:06

schön, daß wenigstens noch einige Gerichte einen klaren Kopf behalten und richtig entscheiden

 

Werner Müller aus Freiburg

Samstag, 24-01-09 13:13

Der Springer-Verlag ist schlimmer als alle linken Verlage zusammen.

 
 

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