Deutschland, Gesellschaft

Mittwoch, 30.12.2009

Kriminelle Familien-Bande

Von Hinrich Rohbohm

Das Landgericht Bremen. Familie M. ist ein häufiger Kunde. Foto: Wikipedia/Jürgen Howaldt

Gelangweilt, fast provokant teilnahmslos verfolgen Halil und Ali M. das Geschehen im Gerichtssaal. Manchmal verleihen sie ihrem tatsächlichen oder gespielten Desinteresse durch ein langgezogenes Gähnen Ausdruck. 22 und 23 Jahre sind die beiden alt. Ihr Erscheinungsbild: breitschultrig, kahl geschorene Schädel.

Vor dem Landgericht Bremen sind sie angeklagt, in der Nacht zum 1. Mai dieses Jahres vor einer Diskothek in der Bremer Innenstadt den ebenfalls 23 Jahre alten Arman Ghofrani F. derart heftig ins Gesicht getreten zu haben, daß das Opfer mehrere Brüche erlitt und auf dem rechten Auge erblindete.

Im Saal 231 sind die Zuschauerbänke voll besetzt. Gut 20 Interessierte sind gekommen, Kurden, Araber oder Türken, so genau weiß das wohl keiner im Raum. Der Andrang hat einen Grund. Halil und Ali M. sind Mitglieder des vor 20 Jahren aus dem Libanon nach Deutschland eingewanderten kurdischen Familienclans M., der die Wesermetropole seit mehreren Jahren terrorisiert. 

Rund 1.400 Personen zählen laut Polizei zu der Großfamilie. Etwa 440 von ihnen sind als kriminell verdächtig in Erscheinung getreten. In den vergangenen sechs Monaten haben 150 männliche Mitglieder der Familie 250 Straftaten begangen. Sie reichen von Diebstahl über Raubüberfall und Körperverletzung bis hin zu versuchtem Totschlag.

Besonders in der Disco- und Türsteher-Szene ist der Name M. ein Begriff. „Mit denen würde ich mich lieber nicht anlegen, die haben überall ihre Leute sitzen“, raunen einem Bremer Partygänger auf Nachfrage zu. Andere äußern sich gegenüber der JF verärgert. „Jeder weiß doch, was hier abläuft. Und keiner tut etwas gegen diese Bande“, meint eine junge Pistengängerin. Besonders über Politik und Polizei herrscht Unmut. Weil der M.-Clan sich auch in Parlament und Behörden der Hansestadt längst eingenistet habe, munkeln nicht wenige Bremer.

Die Spur führt in einen Kulturverein

Da war etwa der Fall um die Boutique „LeDi Fashion“, ein in der Nähe des Hauptbahnhofs und der Discothekenmeile gelegenes Modegeschäft. In der Nacht auf den 8. Juli dieses Jahres war es ausgeraubt worden. Die Täter hatten Braut-, Abend- und Kinderkleider mitgehen lassen, auch Colliers und Diademe waren dabei, Waren im Wert von knapp 10.000 Euro.

Die um ihr Vermögen gebrachte Boutique-Besitzerin Diana B. (38) und ihr 50 Jahre alter Ehemann meldeten den Vorfall der Polizei. Weil die dem Fall laut Aussage des Ehepaars erst Tage später nachging, stellten sie selbst Ermittlungen an. Eine Frau, die sich gegenüber der Ladenbesitzerin verplappert hatte, brachte den entscheidenden Hinweis. Die Spur führte in den Stadtteil Walle: in einen türkisch-kurdischen Kulturverein.

Hier entdeckte Diana B. ihre Brautkleider wieder, in denen nun zahlreiche der weiblichen Hochzeitsgäste steckten. Die Geschäftsfrau machte Fotos von den Frauen, alarmierte die Polizei. Mit acht Streifenwagen rückten die Beamten an. Spürhunde waren dabei, mit denen sie die Halle des Kulturvereins betraten – um kurze Zeit später wieder abzurücken.

Der Grund: Das Einsatzkommando hatte erkannt, um wen es sich bei den Feiernden und mutmaßlichen Tätern handelte. Es waren Angehörige des M.-Clans. Plötzlich wurden Beweise nicht mehr sichergestellt, die Personalien der Verdächtigen nicht aufgenommen. Die zuvor gemachten Fotos mußte Diana B. auf Anweisung der Beamten wieder löschen. >>



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Bernd Schmieder aus Berlin

Dienstag, 05-01-10 19:19

Jörg Hildesheim :"In der BRD geht das nicht -- dank Grundgesetz!"
Na ja, es geht, wenn die Mächtigen (leider nicht das Volk)es für sich brauchen. Mein Sohn hat von seiner Schule ein Grundgesetz bekommen, dort sind auf den letzten Seiten bereits 54 Änderungen vermerkt, dabei ging es auch nicht immer nur um einen Artikel.
Wäre nicht schlecht, auf der weltweiten Koruptionsliste liegt Deutschland nicht auf den besten Plätzen...

 

Jörg Hildesheim aus der Eifel

Dienstag, 05-01-10 08:35

Diese Mini-Bettvorleger-"Länder" gehören als unseliges Besatzungs-Erbe abgeschafft.

Die Korruption blüht, wo Leute, die in anderen Bundesländern vielleicht gerademal Kreisräte oder Amtsvorsteher wären, mit Ministerrang ausgestattet auf Raubzug gehen können. Und die Polizeitruppe so klein und das Land so eng ist, daß die Hand der Bestechung oder der Rache ohne Mühe ihren Streich durchziehen kann. Und fünf Mann reichen, um als Verblödungsstrategen das Schulwesen und den Rundfunk knebeln zu können.

Weil man in den USA der Mafiaclans nicht Herr werden konnte, weil sie sich Lokalpolitiker und deren Ortspolizeien gekauft hatten, wurde das FBI gegründet. In der BRD geht das nicht -- dank Grundgesetz!

 

W. L. aus Aus Überall

Montag, 04-01-10 12:51

Der Sachverhalt ist schon seit Jahren bekannt, bekannt auch seit Jahren die Warnungen des Basam Tibi, der sich immer wieder entsetzte über die „Zuwanderung“ dieser, seiner Landsleute.

„Ein anwesender libanesischer Wissenschaftler klassifizierte diese Einwanderer als vormalige Slumbewohner, die während des Bürgerkriegs illegal durch Schieberbanden über Ostberlin nach Deutschland gekommen seien. Sie kämen aus der untersten Schicht der libanesischen Gesellschaft und seien oft Analphabeten. Der Richter war erstaunt darüber, dass manchmal sogar libanesische Straftäter – auch nach illegaler Zuwanderung – eingebürgert worden sind, obwohl sie lange Strafregister aufweisen...“

http://www.focus.de/politik/deutschland/standpunkt-einwanderung-statt-zuwanderung[..] Problem ist die Unfähigkeit und/oder der Unwillen ausländische kriminelle Bandentätigkeit nicht mehr zu bekämpfen, sondern durch sozialpädagogische Maßnahmen zu kultivieren. In Anlehnung an das Solschenizyn-Zitat eines Kommentators hier, stellt sich die Frage, wird dann damit nicht ein Kampf gegen die eigene Bevölkerung geführt?

 

Dietrich Mainz aus NRW

Samstag, 02-01-10 21:44

Auch die Libanesen zeichnen sich hier seit Jahrzehnten als "Schmarotzer" ab, die jede Menge Kinder in die Welt setzten u. streng nach isl.Sitte hier leben u. bestens versorgt werden. Hier in NRW kenne ich einige sehr gut. Weshalb hat man sie nicht längst ausgewiesen. Asylgründe sind doch wohl nicht mehr vorhanden. Stattdessen sind ihnen unsere Sozialämter lieber als ihr Land mit u. für ihre Familien wieder aufzubauen. Sich dann auch noch als kriminell hier zu entpuppen ist doch wohl Ausweisungsgrund genug u. zwar schleunigst.Natürl. gehörte dazu eine andere entschlossene Haltung der entsprechenden Politiker, die fehlen weit u. breit!
Daher wird dieses Land mit in den Untergang trudeln.
Wo bleibt eine nicht koksende charism. Persönlichkeit

 

Bernd Stanetzek aus Bünde

Samstag, 02-01-10 14:16

Lieber Leser aus Franken.Im ersten Punkt gebe ich Ihnen volkommen Recht.Beim zweiten Punkt bin ich allerdings der Meinung,das mir ein koksender Politiker der in diesem Land noch den Mut aufbringt nicht politisch korrekt zu sein,und seine Ziele und somit auch den Willen seiner Wähler,durchzusetzen versucht,lieber,als eine Merkel die für garnichts steht,oder ein Westerwelle der,eimal im erträumten Amt,seine Meinung,ins Gegensätzliche,verkehrt.Lieber hundert Schills,als eine Merkel.

 

Ein Leser aus Franken

Freitag, 01-01-10 11:25

@Bernd Stanetzek:

Es gibt zwei Dinge zu bedenken: 1) Welches Thema ("issue") ist beim Wähler wahlentscheidend? Ich gehe davon aus, dass die allermeisten Wähler Kriminalität als großes Problem wahrnehmen. Solange sie aber davon nicht unmittelbar betroffen sind, wird es für sie wahrscheinlich nicht das wahlentscheidende Thema sein. 2) Welches Personal stellt die Partei? Das Programm ist das eine, die politisch Handelnden das andere. Die Schill-Partei bspw. hatte vielleicht nicht das schlechteste Programm, aber leider einen koksenden Wichtigtuer mit Verbindungen zu zwielichtigen Gestalten als Parteivorsitzenden. So einer Partei würde ich auch nicht meine Stimme geben.

 

Willi Wurst aus Hamburg

Donnerstag, 31-12-09 22:08

KSK-Netz / Kontrollrundgang .

alles ruhig .

Gruß aus Hamburg + ein gutes Jahr 2010 .

 

P. Riege aus Bremen

Donnerstag, 31-12-09 22:00

Bremen ist, obwohl offiziell ein deutsches Bundesland, an sich ein total verfilzter Klüngel aus unsichtbaren Netzen alteingesessener Kaufmannsfamilien.
Da ist es offen gesagt egal, welche Partei gewählt wird, im Hintergrund werden die Geschicke der Stadt sowieso nach Eigeninteressen weitergelenkt.

Diese Erkenntnis stammt nicht etwa von mir persönlich, sondern von einem in diesen Kreisen aufgewachsenen Bremer Juristen.

Solange in unserem Land das Eigeninteresse der Politiker weit vor der Sorge und Verantwortung für das Allgemeinwohl aller Bürger des Staates steht, wird sich nichts ändern.

 

Bernd Stanetzek aus Bünde

Mittwoch, 30-12-09 23:36

Im Prinzip haben alle Recht die hier schreiben.Aber als kleine Erinnerung an die letzte Bundestagswahl, das von der JF veröffentlichte Wahlergebnis für Bremmen:CDU/CSU 23,3%; SPD 30,3%; FDP 10,6%; Die Linke 14,2%; Grüne 15,4%.Dagegen:NPD 1,1%; Republikaner0,2%; DVU 0,3%.Die Kernpunkte der Wahlprogramme aller zur Wahl anstehenden Parteien waren in der JF 39/09 zu lesen.So.Und jetzt kommt der gesunde Menschenverstand ins Spiel.Was soll sich denn ändern,wenn ich immer wieder die wähle,die sagen weiter so,nur schneller, statt derer, die sagen,daß,das weiterso unser sicherer Untergang ist.Um es mal mit Goetes Faust zu sagen:wer sich für den Bund mit dem Teufel entscheidet,muß sich nachher nicht wundern,wenn er in der Hölle schmort.

 

Peter Martin aus Bras.

Mittwoch, 30-12-09 17:14

Aus dem Nicht-Vorgehen-Wollen gegen kriminelle Ausländerbanden wird mehr und mehr ein Nicht-Vorgehen-Können.

Willkommen in Multikultistan.

 

autorinnenkollektiv bluthilde.wordpress.com aus Bernburg/saale

Mittwoch, 30-12-09 16:15

tja, wie es aussieht, gehört so etwas eben zu einem modernen großstädtisch-urbanen lebensgefühl dazu... ;)

 

Heinrich der Löwe aus Hannover

Mittwoch, 30-12-09 16:11

Wenn das alles wirklich stimmt, dann stinkt das förmlich nach Korruption in den höchsten politischen Ämtern in der Stadt und des Bundeslandes!!!
Wenn die örtliche Justiz schon nicht ermitteln will, warum nehmen sich Bundesanwaltschaft und BKA der Sache nicht an?

 

Willi Wurst aus Hamburg

Mittwoch, 30-12-09 14:58

ich gaube nicht mehr an Zufälle . Ich gehe davon aus , daß eine nicht genannte anonyme Gruppe das deutsche Volk einschüchtern will . In HH sieht es genauso aus : Keine Berichterstattung ; dafür eine grassierende Ausländerkriminalität in den Kiezen ( ach , Blödsinn , die Bereicherer haben einen deutschen Pass , habe ich Trottel das Formblatt doch schon wieder falsch angekreuzt ) .

 

Hans Holt aus Berlin

Mittwoch, 30-12-09 13:46

Die Motte berichtete heute über Schlägereien zwischen Großfamilien in Wedding und Neukölln. Hallo Ihr zeugungsfreudigen Urberliner, müsst Ihr Euch so immense vergrößern? Oder sollte die Systempresse wieder "vergessen" haben, um welche Bereicherungselemente es sich handelt?

 

Karl Halbritter aus Saaldorf

Mittwoch, 30-12-09 13:42

Doch islamisches Recht einführen? Vielleicht ist es doch an der Zeit, in Deutschland das islamische Recht einzuführen. Damit wäre es dann zumindest möglich, in solchen Fällen, in denen unser Rechtssystem völlig versagt und die Behörden involviert sind, das Recht auf "Auge um Auge, Zahn um Zahn" durchzusetzen. Allem Anschein nach hat unser Rechtsstaat ja mittlerweile vor diesen Personengruppen kapituliert. Somit brauchen wir neue Lösungen - oder eben alte!

 

Sven Hagemann aus Hannover

Mittwoch, 30-12-09 12:58

An die JF, wenn ihr mal Qualitätsjournalismus bieten wollt was die etablierten nicht schaffen nehmt euch mal die Ratsprotokolle der Stadt Bremen vor oder fragt bei dem Abgeordneten der "Bürger in Wut" nach wie oft er dieses Thema im Rat angesprochen hat und alle Parteien haben ihn abgebügelt.
Hier mal ein Link zu BIW
http://www.bremerhaven-zuerst.de/cms/?d=p2&s=5
Der Skandal liegt darin wie die Politik mit dem Problm umgeht und die Bürger/Wähler den Verbrechern ausliefert.

 

Helmut Miller aus Nürnberg

Mittwoch, 30-12-09 12:53

Die Freikorps müssen wieder her.

 

Paul Pope aus Baden-Württemberg

Mittwoch, 30-12-09 12:18

So oder so ähnlich sieht es doch schon vielerorts aus! Das Gewaltmonopol des Staates existiert dort nur noch auf dem Papier. Das Verhalten der Polizei ist zwar bedauerlich, aber nur allzu verständlich! Der Dienstherr ist nicht willens den Beamten zu schützen. Bei hartem durchgreifen, würde man wohl eher noch untersuchen, ob Ausländerfeindlichkeit vorliegt. Traurigerweise muss man hoffen, dass die Gewalt und die Macht dieser Clans weiter wachsen. Nur wenn die Situation unaushaltbar wird, wird ein Umdenken stattfinden! Aber selbst dann schläft der dt. Michel weiter.
Sarkozy kündigte die "Kärcher-Reinigung" der Vorstädte an - und ist es in Frankreich seitdem nur einen Deut besser geworden?

 

Bernd Schmieder aus Berlin

Mittwoch, 30-12-09 11:49

Demokratie, Rechtsstaat und Unbestechlichkeit ? Das sind ja drei Wünsche auf einmal, das geht nun wirklich nicht !
Sorry, sollen die verblendeten Bremer gefälligst richtig wähen gehen ! Wer uns verraten hat wurde hier ja schon des öfteren erklärt. "Quasi EU-Bürger"- brüll-Selbst schuld.

 

Ein Leser aus Franken

Mittwoch, 30-12-09 11:32

Eine Regierung, die solche Zustände duldet, hat eigentlich jede Legitimation verloren. Wenn man den kriminellen Subjekten aus Angst freie Hand lässt, ist es erbärmlich. Noch schlimmer wäre es freilich, wenn solche kriminellen Netzwerke Kontakte zu höherrangigen Vertretern der Exekutive hätten und deswegen keinerlei Verfolgung zu befürchten haben. Der Journalist Jürgen Roth berichtet ja in seinen Büchern ausführlich über solche Fälle.

 

Oskar Dauer aus Schlesien

Mittwoch, 30-12-09 10:39

"Typisch für ein gegen das eigene Volk gerichtetes System ist es, Kriminelle zu schonen, aber politische Gegner als Kriminelle zu behandeln."

(Alexander Solschenizyn)

 
 

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