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Nachrichten

Mittwoch, 29.10.2008

Schäuble regt Größenbegrenzung für Moscheen an

 

Die am Wochenende eingeweihte Moschee in Duisburg-Marxloh Foto: JF

ESSEN. Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat dafür plädiert,  Moscheen in Deutschland nicht größer als nötig zu bauen.

Man sollte die Größe daran messen, „wie viele Menschen dorthin gehen“, sagte der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung. Am Wochenende war in Duisburg eine der größten Moscheen in Deutschland eingeweiht worden. Das Gebäude der rund 740 Mitglieder zählenden Gemeinde bietet bis zu 1.200 Personen Platz.

Schäuble sprach sich auch dafür aus, die Imame in Deutschland auszubilden. Zudem sollte sich die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (ditib) von einer Religionsbehörde zu einer Religionsgemeinschaft entwickeln. Bislang werden die Imame in der Regel in ihrem Heimatland ausgebildet, etwa 90 Prozent davon in der Türkei. Die DITIB entsendet diese Staatsbediensteten in die ditib-Gemeinden nach Deutschland.

„Immer noch ein mehrheitlich christliches Land“

Der CDU-Politiker äußerte auch Verständnis für Ängste der Einheimischen, wenn sie in ihrem Stadtteil zu Minderheit werden. Er habe diesbezüglich auch mit dem Präsidenten des Amtes für religiöse Angelegenheiten in der Türkei (Diyanet), Ali Bardakoglu, gesprochen.

Für Bardakoglu sei klar, daß Menschen „nicht zu Migranten im eigenen Land werden dürfen“. Zwar sei Deutschland ein tolerantes Land, „aber es ist auch klar, daß wir immer noch ein mehrheitlich christliches Land sind“, sagte Schäuble.

In Deutschland leben 3,5 Millionen Muslime. Sie bilden damit die drittgrößte Religionsgemeinschaft nach den beiden großen Kirchen. Nach Angaben des Zentralinstituts Islam-Archiv-Deutschland in Soest lag die Zahl der Moscheen im vergangenen Jahr bei 206. Daneben bestünden rund 2.600 muslimische Gebets- und Versammlungshäuser. Zu den Freitagsgebeten seien durchschnittlich 539.000 Muslime gekommen. (idea/JF)

 



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TOBIAS RÜGER aus Frankfurt

Donnerstag, 30-10-08 02:25

Schwer einzuschätzen, ob Schäuble es ernst meint. Wie auch immer, die Feinde der offenen Gesellschaft können sich auf ein weites Netz von Kollaborateuern in den etablierten Parteien verlassen. Anscheinend ist dieses Kartell mit friedlichen Mitteln nicht zu knacken. Die Vorfälle in Köln, Berlin-Pankow, und Frankfurt-Hausen sprechen eine klare Sprache. Schauveranstaltungen werden abgehalten, danach werden die jeweils millionenschweren Moshee-Projekte durchgepeitscht. Eine Radikalisierung der bürgerlichen Mitte ist zu befürchten, liabnesische Verhältnisse werden kommen, wenn sich nicht neue parteien und Politiker positionieren.

 

Olaf Ditges aus MG

Mittwoch, 29-10-08 23:24

Ist es etwas anderes als Heuchelei, wie man sie zur Genüge kennt von unseren Vertretern?
Mustafa Kemal Atatürk schuf die laizistische Türkei. Zur Verteidigung und Erhaltung ihrer Verfassung gab er dem Militär seine herausragende Machtposition im Staat.
Er wird wohl gewusst haben warum.
Die daraus resultierenden blutigen Konflikte dauern in der Türkei bis heute an. Das sind Kämpfe um Macht, nicht um spirituelle Weisheit.
Und nun sollen diese Machkämpfe auch auf unseren Boden getragen und irgendwann augetragen werden und es wird sicherlich irgendwann Blut fließen und reichlich Opfer geben. Nur weil unsere Eliten heute zu feige sind sich zu etwas zu bekennen, klar Stellung zu beziehen, Risiken einzugehen und aufrecht zu stehen.

 

M. Karrasch aus NRW

Mittwoch, 29-10-08 16:45

Der Islam muss als das gesehen werden, was er ist: eine politische Ideologie. Dass diese religiöse Aspekte beinhaltet, macht den Islam noch lange zu keiner Religion.

 

Hans Haseloh aus Friedberg

Mittwoch, 29-10-08 13:21

Solche Maßnahmen sind völlig unzureichend. Wie mein Vorredner (Hans Schieke) zutreffend festgestellt hat: Der Islam ist im Kern verfassungswidrig. Man will uns glauben lassen, dass dies nur eine „islamistische“ Minderheit betrifft. Warum gibt es dann aber keinen Widerstand der "gemäßigten Muslime" gegen diese Radikalen? Die deutsche Regierung macht sich der Kollaboration bei der Demontierung unserer Verfassung mitschuldig!

 

Hans Schieke aus Hannover

Mittwoch, 29-10-08 12:42

Was wollte uns Schäuble eigentlich mit dem Satz: "aber es ist auch klar, daß wir immer _NOCH_ ein mehrheitlich christliches Land sind" signalisieren?
Liegen dem Innenministerium etwa schon seriöse Studien vor, wann die Islamisierung Deutschlands abgeschlossen ist?

 

Hans Schieke aus Hannover

Mittwoch, 29-10-08 11:31

Nichts weiter als Lippenbekenntnisse, die momentan gar nicht umsetzbar sind. Schäuble steht mit seiner Ansicht im Abseits, seine Parteikollegen werden ihm sicherlich nicht folgen. Wenn Schäuble wirklich Courage hätte, würde er sich für ein Islam-Verbot aussprechen. Denn im Kern ist er verfassungswidrig, im historischen Kontext gesehen läßt er nichts gutes verheißen. All das scheint in den Augen deutscher Politker irrelevant zu sein, Identitätsaufgabe gehört heute zum gutem Ton, und wird von Linken als Fortschritt gefeiert. Welche Folgen diese Haltung hat, läßt sich kaum abschätzen - zumindest keine positiven im herkömmlichen Sinn.

Von der Türkei gesteuerte Anstalten wie die Ditib gehören verboten, denn sie mißachten die Souveränität Deutschlands.

Was hilft es ein mehrheitlich christliches Land zu sein, wenn seine Bürger Identitätslos und voller Selbsthaß sind? Wir sind doch schön längst in gewissen Stadtteilen zu Migranten im eigenen Land geworden. Aber diese Tatsache wird von den Systemmedien geschickt ausgeblendet, denn sie entspräche keiner politisch korrekten Haltung.

Nur durch Abwahl aller etablierter Parteien, und anschließender Installierung einer Rechtspartei, würde Bewegung in die festgefahrene Situation kommen.

 
 

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