Politik

Dienstag, 16.09.2008

Zeichen der Landnahme

Von Kurt Zach

Einladung zur Machtergreifung

Für Europa und speziell für die Deutschen hat die islamische Herausforderung eine eigene, demographische Brisanz. Den altersmüden Einheimischen und ihrer vom Drang zum kollektiven Aussterben gezeichneten Kinder- und Zukunftsverweigerung steht eine vitale muslimische Einwanderung gegenüber, die längst nicht mehr allein über die ohnehin meist abmontierten Schlagbäume führt, sondern tagtäglich in den Kreißsälen stattfindet.

Die Zukunft vieler europäischer Großstädte ist muslimisch – die Statistiker rechnen bereits aus, wann die Mehrheiten muslimischer Einwande­rerkinder in den nachwachsenden Alterskohorten auch die Gesamtbevölkerung dominieren.

Deren daraus bezogenes Überlegenheitsgefühl auf dem Substrat einer Kampf, Sieg und Männlichkeit verherrlichenden fremdartigen Kultur, das auf in relativem Wohlstand gealterte, quietistische, von Selbstzweifeln und Schuldkomplexen zermürbte Gesellschaften trifft: Deutlicher könnte die Einladung zur Machtergreifung kaum sein.

Strategen und Drahtzieher, die anderes im Sinne haben

Gewiß: Nicht alle muslimischen Einwanderer kommen als Eroberer. Den meisten ist religiöser Eifer sogar herzlich egal, sie suchen nicht den Dschihad, sondern das bessere Leben. Aber es gibt Strategen und Drahtzieher, die anderes im Sinne haben, als sie in gut islamischer Verschleierungstaktik nach außen zu erkennen geben.

In Islamverbänden und Moscheegemeinden haben sie ihre Schaltzentralen. Sie pflanzen überdimensionierte Moscheen und Minarette wie Feldzeichen der Landnahme in die Weichbilder der Städte und geben ihnen die Namen blutrünstiger osmanischer Eroberer-Sultane.

Die Konfrontation mit dieser aggressiven und dynamischen Herausforderung läßt Reaktionen und Verhaltensmuster erkennen, die uns aus der Erfahrung mit den Totalitarismen des zwanzigsten Jahrhunderts noch seltsam unheilvoll vertraut sind.