Deutschland

Dienstag, 07.10.2008

Linke Randale sorgt für Umsatz

Von Torsten Uhrhammer

Einbruch in „normale Käuferschichten“

Es ist dieser Einbruch in „normale Käuferschichten“, der den linken Antifaschisten Sorge bereitet. Sie sehen den Rechtsextremismus damit – auch mit Blick in die Kleiderschränke – in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Im Kampf gegen Rechts wähnen sie sich als „handfeste“ Aufpasser einer angestrebten antifaschistischen Ordnung, in der auch das Tragen von T-Shirts und Jeans reglementiert werden muß.

Als Erklärung führen sie an, daß es eben zuerst „Rechte“ gewesen seien, die die Produkte dieser Marke gekauft hätten. Einer der Demonstranten meint sogar: „Die Gewinne fließen direkt zur NPD.“ Darauf gibt es zwar keinerlei Hinweise, und Uwe Meusel, der Geschäftsführer Thor Steinars, will mit Politik auch nichts zu tun haben. Er sei ein ganz „normaler Geschäftsmann“ und wolle  nur seine „Ruhe haben“, läßt er immer wieder verlauten.

Ruhe aber sieht anders aus. Erst vor wenigen Tagen wurden in Chemnitz 48 Linke von der Polizei wegen Landfriedensbruchs vor einem Thor-Stei­nar-Laden in Gewahrsam genommen. Praktisch an jedem Standort, an dem Thor Steinar seine Produkte anbietet – wie Anfang des Jahres auch in Berlin –, ereignet sich dasselbe Schauspiel. Zunächst wird ein rechtsgültiger Mietvertrag geschlossen, bereits in der Eröffnungsphase folgen dann gewalttätige Angriffe von Linksextremisten und in der Folge der Versuch der Vermieter, sich aus dem Vertrag zu winden.

Perfiderweise wird Meusel dabei dann von linker Seite unterstellt, er sei sowieso nur auf das Kassieren von sechsstelligen Vertragsstrafen aus, die die Vermieter aufgrund der Sorge um ihr Image und die anderen Mieter des Objekts zu zahlen bereit sind. Auch in Hamburg versucht die HSH Nordbank nun aus dem Mietvertrag herauszukommen.

Käufer werden bespuckt und beraubt

Nach bisheriger Erfahrung mit Räumungsklagen gegen Thor Steinar sind die Chancen gering, daß das ohne die Zahlung einer höheren Summe – kolportiert werden 800.000  Euro – gelingen könnte. Dabei richtet sich der Haß der „Antifaschisten“ aber nicht nur gegen die Ladengeschäfte von Thor Steinar selbst, sondern auch gegen die Träger der Marke.

Für die Gesinnungswächter ist es vollkommen unerheblich, ob das Logo der Marke auf der Rückseite einer Jeans nun von einem tatsächlichem Rechtsextremisten oder aber von einem unpolitischen Zeitgenossen getragen wird. Die „moralische Straftat“ ist das Tragen selbst.

So wurden in Hamburg Käufer der Marke anschließend von Linksextremisten in Empfang genommen, bespuckt und beraubt. Einen der Täter erkannte die Polizei dann anläßlich einer Demonstration wieder und nahm ihn fest. Die Demonstration der Linksextremisten richtete sich unter Sprechchören wie „Nie wieder Deutschland!“ gegen die Feierlichkeiten zum Tag der Einheit.

Am Stammsitz von Thor Steinar in Königs Wusterhausen reichte vergangene Woche auch schon ein Aufkleber der Marke, um einen VW-Bus in Flammen aufgehen zu lassen.