Politik

Dienstag, 16.09.2008

Der fundamentalistische Islam ist die totalitäre Bedrohung des 21. Jahrhunderts

Zeichen der Landnahme

Von Kurt Zach

Wenn der Islam eine ganz gewöhnliche Religion wäre, dann könnte man in der Tat nur den Kopf schütteln über Bürgerproteste gegen landauf, landab aus dem Boden schießende Moscheen und Minarette und über das verbreitete Befremden angesichts der rasanten Vermehrung der Kopftuchträgerinnen, die das Straßenbild unserer Städte radikal umkrempeln.

Dann müßte sich auch niemand über einen internationalen Anti-Islamisierungs-Kongreß in der Domstadt Köln aufregen. Man könnte sich an Lessings Ringparabel ergötzen und im übrigen Gott oder Allah einen guten Mann sein lassen.

Aber der Islam ist keine ganz normale Religion. Der Islam ist – jedenfalls für Fundamentalisten, die seine Grundlagen und Lehren ernst und wörtlich nehmen – eine Weltanschauung mit Totalitätsanspruch. Er will das letzte Wort im geistigen, religiösen, politischen und privaten Leben haben.

Gefahr geht keineswegs allein von Terroristen aus

Er kennt keine Zwei-Reiche-Lehre, kein „gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist“, keine Aufklärung und keine Trennung von Staat und Kirche. Der Islam fordert Hingabe von den Gläubigen und Unterwerfung von den Ungläubigen. Er will den ganzen Menschen, den ganzen Staat, die ganze Gesellschaft.

Das macht den fundamentalistischen Islam zur großen totalitären Herausforderung des 21. Jahrhunderts. Er polarisiert, wie jede totalitäre Bewegung: Wer nicht für uns ist, der ist gegen uns und darf mit allen Mitteln bekämpft und eliminiert werden.

Die Gefahr geht dabei keineswegs allein von den auch bei uns längst heimischen islamistischen Terroristen und Gotteskriegern aus, die sich – ob zu Recht oder zu Unrecht – von der Lehre ihres Propheten in einem Maße in ihrem blutigen und mörderischen Treiben aufgefordert und bestätigt sehen, das bei den Anhängern anderer großer Religionen bislang ohne Beispiel ist.