Politik

Dienstag, 16.09.2008

Zeichen der Landnahme

Von Kurt Zach

Quislinge, Idealisten und Einschmeichler

Da gibt es die Quislinge und Karrieristen, die früh in das Lager der kommenden Mächtigen übergelaufen sind und als eloquente Konvertiten, Vorzeige-Imame oder Verbandsfunktionäre ihren Renegatenfanatismus ganz in den Dienst der Bewegung stellen.

Es gibt blauäugige Idealisten, die das multikulturelle Paradies der Völkerverständigung heraufziehen sehen, und weltfremde Naive, die sich die Dinge hartnäckig schönreden, bis es sie selbst erwischt: Es wird schon nicht so schlimm kommen, und man kann mit den Leuten doch reden, oder? Wenn wir ihre Führer einbinden und einrahmen, kommen sie schon zur Vernunft und verzichten auf die radikalen Töne, sie meinen’s im Grunde ja gut.

Nicht minder fatal sind die Einschmeichler, Blockwarte und Denunzianten, die um des eigenen Vorteils willen, vielleicht weil sie auf neue Wähler spekulieren, die wenigen frühen Mahner und Warner als unverbesserliche „Rechtsextreme“ oder Unruhestifter kriminalisieren, die Übergriffe der Eroberer konsequent beschweigen und sich zum Sprachrohr ihrer in geduldiger Salamitaktik vorgebrachten Forderungen machen.

Noch ist es nicht zu spät für Gegenstrategien

Sie erzeugen den notwendigen Druck auf die Opportunisten, die die drohende Umwälzung zwar ahnen, aber zur offenen Auseinandersetzung zu feige sind und statt dessen Schritt für Schritt zurückweichen und jedesmal das Tor ein bißchen weiter öffnen:

Eine Extrawurst bei Kantinen-Speiseplan, Frauenschwimmen und Mädchensport hier, eine abgesagte Theateraufführung oder Weihnachtsfeier da, Augen zu bei kulturellen Besonderheiten wie Zwangsehe und „Ehrenmord“, gern auch mal ein schariakonformes mildes Urteil, und schon ist die europäische Welt wieder ein bißchen muslimischer. In diese Kategorie reiht sich die politische Klasse besonders freudig ein.

Daß sich dennoch Widerstand von unten gegen die Überfremdung, Bevormundung und Vereinnahmung regt, ist ermutigend. Noch ist es nicht zu spät, die Lehren aus dem Jahrhundert der Totalitarismen auf die totalitäre Bedrohung des 21. Jahrhunderts zu übertragen. Noch ist Zeit, um auf die wenigen Skeptiker und Warner zu hören, die Kollaboration mit den totalitären Verführern zu verweigern und Gegenstrategien zu entwickeln.