Die Weigerung der FDP, der Präsidentin des Bundes der Vertriebenen, Erika Steinbach, den Weg in den Stiftungsrat des in Berlin geplante Vertriebenenzentrums zu ebnen, ist ein weiterer Höhepunkt im scheinbar endlosen Gerangel um eine würdige Erinnerung an das Schicksal der deutschen Heimatvertriebenen. Seit über zehn Jahren wird das Thema überaus kontrovers diskutiert. Die JUNGE FREIHEIT hat in einem Dossier die wichtigsten Artikel, Interviews und Kommentare der Debatte zusammengestellt.

 

I. Streit um Steinbach: 

Polen sieht sich im Streit um Steinbach als Sieger 

Steinbach wirft Polen Erpressung vor 

Streit um Steinbach: Grünen-Chefin Roth appelliert an Kanzlerin 

Polens Außenminister stellt Steinbach in Zusammenhang mit Hitler 

Vertriebenenzentrum: Steinbach wirft SPD Hetze vor 

Vertriebene fordern Ende der Angriffe gegen Steinbach 

Polen verlangt von Bundesregierung Verzicht auf Steinbach 

Bund der Vertriebenen zieht Steinbach zurück 

Steinbach läßt Dauer des Verzichts offen 

CSU fordert Sitz für Steinbach im Vertriebenenzentrum 

Vertriebenenzentrum: Bundesregierung benennt Stiftungsrat 

> Steinbach bekräftigt Anspruch auf Sitz im Stiftungsrat 

FDP stellt sich bei Vertriebenenzentrum quer 

Zentrum gegen Vertreibung: CSU kritisiert Westerwelle

Steinbach fordert selbstbewußtes Auftreten gegenüber Polen 

Vertriebenenzentrum: Westerwelle drängt Steinbach zum Verzicht 

Vertriebenenzentrum: Steinbach kritisiert Westerwelle 

Vertriebene halten an Steinbach fest 

Vertriebenenzentrum: Posselt droht mit Rückzug der Sudetendeutschen 

CSU-Politiker Mayer fordert von FDP Ende der Blockadehaltung 

Steinbach sollte in Bundesregierung 

Wenn Opfer stören 

CDU-Politiker Fromme: Vertriebene müssen Steinbach jetzt nominieren

> Polnischer Historiker verläßt Vertriebenenstiftung

> Steinbach stellt Bedingungen für Verzicht

> Junge Konservative protestieren gegen Westerwelle

Murswiek: Bundesregierung kann Steinbach nicht ablehnen

> Pieper kündigt Prüfung der Steinbach-Vorschläge an

> Die Lunte glimmt: Die Entscheidung im Fall Steinbach rückt näher

> Vertriebenenzentrum: Koalition bemüht sich um Lösung

> Stiftungsratsmitglied fordert Verzicht von Steinbach

 

II. Zentrum gegen Vertreibungen: 

1999

> Kommentar zur Teilnahme Otto Schilys am „Tag der deutschen Heimatvertriebenen“: Fehlinterpretationen 

2002

> Doris Neujahr über die Diskussion um den Ort des Zentrums: Die Manifestation eines Traumas      

2003    

> Doris Neujahr und „Ängste der Bußprediger“: Von den Schuhspitzen aufschauen 

> Dieter Stein über Attacken aus der SPD: Mangel an Mut zur Geschichte 

2004

> Bericht vom „Tag der Heimat“ 2004: Rechtsfrieden als Drahtseilakt 

2005

> „Europäisches Netzwerk gegen Vertreibung und Zwangsmigration“: Gegenentwurf mit Hindernissen

> Deutschlandtreffen der Ostpreußen in Berlin 2005: Weder auf dem Balkan noch am Nordpol 

> Fünf Jahre nach der Gründung: Der Streit geht weiter: Das Ziel vor Augen 

> „Tag der Heimat“ 2005: Schily läßt sich nicht erweichen 

> Thorsten Hinz: Deutsche Schuldtheologie vs. „Zentrum gegen Vertreibungen“: Verrückte Widerstände 

> Alfred da Zayas über polnische Angriffe gegen das Vertriebenenzentrum: Nach Berlin! 

> Koalitionsverhandlungen von SPD und Union: Das Zentrum wankt 

> Doris Neujahr über das Tabu der deutschen Opfer: Kleinmut und Mittelmaß 

2006

> Die Ausstellung „Erzwungene Wege“: Etappensieg oder Sackgasse 

> Die Ausstellung „Fluch, Vertreibung, Integration“: Nur ein fader Ersatz für das Zentrum gegen Vertreibungen

> Reportage über die Ausstellung „Erzwungene Wege“: Viel Lärm um nichts

> Kommentar zu Markus Meckel: Überfällig

2007

> Bundesregierung stellt das Zentrum in Frage: Absetzbewegung 

> „Tag der Heimat“ 2007: Der lange Weg der Erinnerung 

> Gernot Facius zum „sichtbaren Zeichen“: Opfer zweiter Klasse 

> Sieben Jahre Streit um die Verwirklichung: Eine unendliche Geschichte 

> Attacken der neuen polnischen Regierung: Internationalisierung als Ziel 

2008

> Ein Durchbruch, der keiner ist: Sichtbares Desinteresse 

> Kommentar zu Wolfgang Thierse: Zäher Stellungskampf 

> Ein Ort für das Zentrum: Vom Europa-Palast zum Deutschlandhaus 

> „Tag der Heimat“ 2008: Ein tröstliches Zeichen 

2009

> Rudi Pawelka zu Angriffen aus Polen und die Haltung der SPD: Mal wieder eingeknickt 

> Der gemeinsame Kampf von Polen und Sozialdemokraten: Feindselige Einwände 

> Streit um dritten Sitz im Stiftungsrat: „Steinbach im Regen stehen gelassen“ 

> Heinz Nawartil zu den Attacken gegen Steinbach: In die Versöhnungsfalle getappt 

> Jahresempfang des BdV: Linkspartei fordert Verzicht auf Vertriebenenzentrum 

> Kampagne gegen den Reporter der Süddeutschen Zeitung, Thomas Urban: „Korrespondenten müssen ihr Land lieben“ 

> Sechzig Jahre Vertriebenenpolitik Der Preis der Einheit

 

III. Interviews:

Erika Steinbach 

Peter Glotz (SPD-Politiker)

Krisztián Ungváry (ungarischer Historiker)

Rudi Pawelka (Vorsitzender der Landsmannschaft Schlesien)

Jochen-Konrad Fromme (Vertriebenenpolitischer Sprecher der Unionsfraktion)

Wilhelm von Gottberg (Vorsitzender der Landsmannschaft Ostpreußen)

Alfred de Zayas (Historiker)

Bernhard Jagoda (ehemaliger Präsident der Bundesanstalt für Arbeit)

Marek Kawa (polnischer Politiker der LPR)