- ANZEIGE -

 


Freitag, 04.12.2009

50 Jahre BRD

Demnächst wird die Bundesrepublik fünfzig Jahre alt. Denn die Geburt der wirklichen Bundesrepublik, wie wir sie täglich erleben, fällt nicht etwa zusammen mit dem Verabschiedungsdatum des Grundgesetzes, sondern mit dem allgegenwärtigen Faschismusverdacht, dem Volksverhetzungsparagraphen, dem Widerstand gegen den täglich stärker werdenden Diktator Hitler.

Es ist die Bundesrepublik des Verfassungsschutzberichts und des Politologengeredes. In diesem Dezember jähren sich nämlich zum fünfzigsten Mal die „Hakenkreuzschmierereien“ an der Kölner Synagoge am Weihnachtsabend.

Es wurden für diese Tat damals zwei Verantwortliche verhaftet und verurteilt, die angeblich dem rechten politischen Spektrum zuzuordnen waren, aber danach war nichts mehr wie vorher. Bis zum Januar 1960, also innerhalb weniger Wochen, fanden sich gleich sechshundertfünfundachtzig angebliche Nachahmungstäter.

Stasi ließ NS-Symbole an Häuserwänden plazieren

Der Skandal zog Kreise, das Ausland gab sich empört, Kommissionen tagten. Die Bundesregierung veröffentlichte eine Verteidigungsschrift ihrer Bildungspolitik und bezeichnete die Hakenkreuzepidemie als eine kommunistische Kampagne, aber es nützte nichts.

Dabei sprach viel dafür, das plötzliche Auftreten einer Flut von Hakenkreuzen einer Geheimdienstaktion des Auslands zuzuschreiben. Tatsächlich wurden später auch Beweise für die Steuerung einer zweiten Hakenkreuzkampagne im Mai 1961 durch die Staatsicherheit der DDR gefunden. Die Stasi ließ NS-Symbole an Häuserwänden plazieren, bedrohte Juden in Deutschland mit antisemitischen Briefen und produzierte zudem anprangernde Schreiben von weiteren angeblich bedrohten Juden, die sich über die Verhältnisse beklagten.

Züge von Hysterie

Daß es sich auch bei der ersten Kampagne um eine gesteuerte Unternehmung handelte, liegt angesichts der relativ exakten Begrenzung des Zeitraums auf der Hand. Es konnte aber nicht mit letzter Sicherheit bewiesen werden, obwohl auch die beiden angeblichen Rechtsextremisten von Köln aufgrund zahlreicher Reisen in die DDR und dem offenen Tragen von SED-Abzeichen einen in dieser Hinsicht mindestens verdächtigen Eindruck hinterließen.

Wie auch immer, der politische Beutewert der Kampagne war enorm. Die immer wieder erkennbaren Züge von Hysterie in den folgenden 50 Jahren politischer Bildung und Überwachung lassen sich ohne die Ereignisse vom Dezember 1959 kaum ganz verstehen. Den Nutzen hatten stets vor allem der Linksextremismus und alle jene, die der deutschen Politik eine Schwächung durch die permanente Unterstellung aufnötigten, sie tue zu wenig gegen angebliche neonazistische Umtriebe.



teilen:Diesen Artikel bei Facebook merkenDiesen Artikel bei Yahoo merkenDiesen Artikel bei Google merkenDiesen Artikel bei MySpace merkenDiesen Artikel bei Technorati merkenDiesen Artikel bei del.icio.us merkenDiesen Artikel bei Mr. Wong merken
Anzeige: 1 - 6 von 6.
 

Olaf Ramcke aus Fellin

Samstag, 05-12-09 10:29

An Thomas Lentze.

Das, was der EuGH da jüngst aufgehoben hat, wurde damals eingeführt, um es Frauen, welche sich um die soldatische Grundversorgung Deutschlands verdient gemacht hatten, nicht unnötig zu erschweren, in geordnete gesellschaftliche Verhältnisse einzutreten und entspringt also gerade der Reduzierung der Frau auf ihre Gebärtätigkeit.

Ich meine, wenn wir Frauen mal kurz darauf reduzieren, ist es doch ersichtlich, daß man ihnen erstens ihre Eignung nicht übel nehmen sollte und zweitens als Mann so wenig wie möglich mit ihrer produktiven Vergangenheit belästigt werden möchte.

 

Helmut M. aus Unfreiburg

Samstag, 05-12-09 09:27

1959, 1968 - alles hat etwas für sich. Für mich ist 1978 der Wendepunkt, ab dem die DDR II sich endgültig entwickelte. Damals hat sich die CDU selbst entmannt, als sie Hans Filbinger, einen katholischen Gegner des NS-Regimes, fallen ließ. Die CDU hatte in Baden-Württemberg einen Zuwachs von 13% auf 57% gehabt; die die Linke sah es (nicht zu unrecht) als strategisch wichtig an, diesen Mann zum Fall zu bringen. Junginger, Möllemann, Hohmann und all die anderen konnten fallen, nachdem sich die CDU 1978 zum Kaninchen vor der Schlange gemacht hatte. Was nun zur Sozialdemokratisierung der CDU/CSU geführt hat, aus der inzwischen "gute" Antifa-Leute hervorgehen.

 

Thomas Lentze aus Bonn

Samstag, 05-12-09 00:10

Stefan Scheil knüpft die Geburt "der wirklichen Bundesrepublik, wie wir sie täglich erleben" an ein Ereignis von 1959; K.-S. Nowitzky aus Köln denkt eher an 1968 (was auch etwas für sich hat).

Das Jahr 1959 kommt aber auch noch aus einem anderen Grunde als "eigentliches" Gründungsjahr in Betracht: Durch Urteil vom 19.07.59 wurde nämlich das männliche Familienoberhaupt abgeschafft. Das Patriarchat - die natürliche Ordnung - wurde formell beendet.

Aus der Gleichberechtigung von Mann und Frau folgte sodann, was nicht verwunderlich ist, ein Matriarchat bzw. eine Gynokratie. Erst vor wenigen Tagen sah sich der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte veranlaßt, eine der gröbsten Ausartungen der "Gleichberechtigung" wieder zu korrigieren.

 

O. Hartmann aus Berlin

Freitag, 04-12-09 21:12

Auf Aristoteles, sinngemäß und hieraus angepaßt, geht folgendes zurück: Wer die Sicherheit der Freiheit vorzieht, ist zu Recht ein Sklave.

 

O. Hartmann aus Berlin

Freitag, 04-12-09 21:09

Ende der achtziger Jahre wurde bekannt, daß im Generalstab der Bonner Hardthöhe ein Spitzenspion der Bolschewisten operierte. Nach der Wende enttarnte die Öffentlichkeit die SBZ als Zufluchtsstätte der RAF-Mörder und Bombenleger. Die "Friedensbewegung" sowie die Partei der Grünen wurden als ein perfide inszeniertes Theaterstück der HVA bzw. des Meister-Choreographen M. Wolf enttarnt. Herr Hubertus Knabe hat sich Finger wund geschrieben bzgl. tiefer Einsichten in eine unterwanderten Republik. US-Geheimdienste versuchen über populäre Persönlichkeiten konservative Parteien zu infiltrieren (A. M. de Zayas). Fakten wie Bedenken werden von der Mehrheit der mündigen Konsumbürger zerredet - oder nicht verstanden. Die Büttel wollen es nicht anders.

 

Kevin-Silvio Nowitzky aus koeln

Freitag, 04-12-09 18:32

Trotz allem wuerde ich sagen, dass die wahre BRd 1968 von Dutschke und Konsorten, wie Joseph Fischer, Stroebele usw., gegruendet wurde...

 
 

Anmelden um Kommentare zu schreiben.

- ANZEIGE -